Entschädigung für Brandmeldealarme

8. Oktober 2019
Info
Die Fa. adidas bedankte sich mit einer Grillfeier
Herzogenaurach: Sportartikelhersteller auf der Herzobase bedankte sich bei den aktiven Kräften der Feuerwehren.
 
Mit der Einladung zu einer Grillfeier bedankte sich die Firma adidas bei all den ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden der Freiwilligen Feuerwehren Herzogenaurach, Haundorf-Beutelsdorf und Niederndorf, die in letzter Zeit mit einigen Brandmeldealarmen im gesamten Gelände der „World of Sports“ zu unterschiedlichsten Zeiten konfrontiert waren.

Durch die Entstehung einiger neuer Gebäude auf dem Adidas Campus der Herzobase, die – wie auch die meisten anderen Gebäude – mit automatischen Brandmeldezentralen (BMZ) ausgestattet sind, kam es in den letzten Monaten mehrfach zu Alarmsituationen.
Oftmals ausgelöst durch Bau- und Wartungsarbeiten, oder aber durch Fehler in der Handhabung kam es zu Alarmen, die in der integrierten Leitstelle in Nürnberg automatisch einlaufen.
Immer jedoch ist hierbei von einem Ernstfall auszugehen, woraufhin die Leitstelle die Feuerwehr herbeirufen muss. Für die Einsatzkräfte heißt es dann, von einem Feuer oder zumindest einer Rauchentwicklung auszugehen und hierfür mit nötiger Mannschaft und Gerät anzurücken.
Für das Gefahrenpotenzial im gesamten Firmengelände ist in jedem Fall ein Löschzug bestehend aus zwei Löschfahrzeugen samt Drehleiter nötig. Eine Mannschaft von knapp 20 Feuerwehrfrauen und -Männern verlassen hierbei Ihren eigenen Arbeitsplatz, oder werden aus dem Schlaf geweckt, um einen vermeintlichen Brand zu bekämpfen.
Nichts Besonderes für die freiwilligen Helfer der Feuerwehr, das ist das Tagesgeschäft. Ob Verkehrsunfall, Feuer oder sonstige Hilfeleistungen, welche zu den Aufgaben der Feuerwehren gehört, retten und schützen sie Menschen, Tieren und Sachgüter rund um die Uhr.
Daher geht es nicht immer um Leben und Tod, sondern auch um den Erhalt und den Schutz von Gebäuden gegen Ausbreitung und Zerstörung durch Feuer und Rauch.
Eigentlich eine Erleichterung für Betroffene, als auch für die Feuerwehr, wenn sich ein Brandmeldealarm als sogenannter Fehlalarm herausstellt, denn nach der sachgemäßen Erkundung und Feststellung der Einsatzkräfte vor Ort ist es ein positiver Aspekt, wenn niemand oder nichts zu Schaden kommt.
Dennoch bedeutet solch ein Einsatz einen nicht unerheblichen Aufwand für die Feuerwehr. Die Feststellung und Lokalisierung des ausgelösten Melders, welcher in der Brandmeldezentrale des jeweiligen Gebäudes angezeigt wird, gilt als erste Aufgabe des Zugführers beim Eintreffen. Eine Erkundung der Räumlichkeiten, meist mit voller Ausrüstung, sowie einem Atemschutztrupp ggf. zumindest mit kleinem, tragbarem Löschgerät ist unabdingbar, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.
Die Verantwortung obliegt zu diesem Zeitpunkt der Feuerwehr, die sich vergewissern muss, ob im Bereich indem die Melder Alarm geschlagen haben nun eine einzuschreitende Lage herrscht, oder aber die Feststellung, dass kein Feuer und Rauch im Gebäude wahrnehmbar ist. Ebenfalls ist die Aufgabe der Feuerwehr, im Anschluss eines solchen Einsatzes, die Brandmeldeanlage wieder „scharf“ zu schalten, um für den Ernstfall wieder zuverlässig funktionsfähig zu sein.
Da die Alarmierungen in den vergangenen Monaten ausschließlich sogenannte Fehlalarme durch oben genannte Gründe darstellten, reagierte die Firma – und auch Betreiber der Anlagen - mit einer Art Entschädigung für die betroffenen Feuerwehren Herzogenaurach, Haundorf-Beutelsdorf und Niederndorf.
Die Einladung zu einer Grillfeier fand im neusten Gebäude der Firma Adidas namens „HALFTIME“ statt. Hier bescherte der Veranstalter einiges an Speisen und Getränken, mit Antipasti als auch reichlich Nachtisch. Anschließend wurde gleich eine Begehung des neuen Gebäudes durchgeführt, wobei ein separates Kennenlernen der Gegebenheiten noch in diesem Jahr stattfinden soll. Solch Begehungen finden in regelmäßigen Abständen statt, um den Feuerwehren für Einsatzfälle, nötige Einblicke zu verschaffen, wobei man sich dann zumindest an wichtige Einrichtungen zu erinnern weis.
 
Die Feuerwehren bedanken sich für diese großzügige Geste, die dankend angenommen wurde und sie stehen weiterhin zu jeder Zeit bereit, um im Ernstfall rasch eingreifen zu können.
 
 
Bericht: Sebastian Weber, Pressesprecher Kreisbrandinspektion ERH