Neue Informationstafeln zur Waldbrandgefahr

05.08.2026
Feuerwehr
Neue Hinweistafeln sensibilisieren für die steigende Brandgefahr in den heimischen Wäldern

17 Hinweistafeln wurden zwischen Dechsendorfer Weiher und Forchheim neu aufgestellt, um für die hohe Brandgefahr in den heimischen Wäldern zu sensibilisieren. Gerade am Tag der Vorstellung der Tafeln herrschte im Markwald Waldbrandalarmstufe 5, die
höchste Gefährdungsstufe des Deutschen Wetterdienstes. Der stellvertretende
Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Forchheim, Simon Hösch, der zuständige Revierleiter im Markwald-Nord, Daniel Messingschlager, Ullrich Beyer, Geschäftsführer des Vereins für
Naherholung und Landschaftspflege um Erlangen e.V., Christian Bühl, Kreisbrandinspektor des Landkreises Erlangen-Höchstadt und Björn Paulitsch, der Kreisbrandmeister von Forchheim baten dabei am Waldparkplatz Geyersberg, unweit des schwarzen Weihers, eindringlich, das aktuelle Rauchverbot im Wald zu beachten und hier kein offenes Feuer zu entzünden.
Die Gefahr von Waldbränden nimmt im Zuge des Klimawandels nicht nur im Süden Europas deutlich zu. Auch in Bayern stellen Waldbrände keine abstrakte Gefahr dar. Dies zeigen die Waldbrände im Tennenloher Forst vom vergangenen Jahr, der Brand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding im Mai dieses Jahres oder aktuell der Waldbrand am Lackenberg. Kleinere Waldbrände gab es auch bereits mehrfach im Markwald entlang der
Kreisstraße von Baiersdorf nach Röttenbach (2016, 2020, 2025). Der Waldbrand hier vom vergangenen Jahr knapp südlich der Kreisstraße ist vielen sicher noch in wenig guter Erinnerung geblieben. Wald- und Vegetationsbrände stellen auch die hiesigen Feuerwehren vor einsatztaktische und personelle Herausforderungen.
Mit dem konsequenten Umbau der früheren Kiefern-„Steckerleswälder“ in Mischbestände wurden die Wälder sicher ein Stück weit resilienter gegen Waldbrände. Buchen und Eichen entzünden sich weniger leicht als Kiefern. Der dichte Unterstand aus Laubholz beschattet den Waldboden, bewirkt so ein kühleres Bestandesinnenklima. Das Laub
verbessert zusätzlich den Humus am Boden, der damit mehr Feuchtigkeit speichern kann.
„Wir sind sehr froh, dass der Umbau der Kiefernwälder bereits vor über 30 Jahren
begonnen wurde und dieser konsequent umgesetzt wurde, dass die Wälder heute
deutlich klimaresilienter und auch widerstandsfähiger gegen Waldbrände sind“, zeigt sich der stellvertretende Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Forchheim, Simon Hösch, sehr
zufrieden mit den realisierten Waldumbaumaßnahmen.
„Der Waldumbau wirkt den Waldbränden entgegen. Die Feuergefahr ist aber damit nicht beseitigt. Es kommt auf jeden einzelnen an, dass das Feuer unsere Wälder nicht schädigt.
Deshalb wollen wir mit den neuen Hinweisschildern die Erholungssuchenden für ein achtsames Verhalten im Wald gewinnen. Die Beachtung des Rauchverbotes vom 01. März
bis 31. Oktober jeden Jahres ist dabei entscheidend.“, betont Hösch.
Die 2019 von Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule in Eggolsheim gestalteten Tafeln thematisieren das Rauchverbot im Wald in eindringlicher Weise. Daneben wird mit Humor an ein rücksichtsvolles Verhalten im Wald zum Schutz der Natur, Tier- und Pflanzenwelt appelliert.
Die Tafeln wurden bezuschusst vom Verein für Naherholung und Landschaftspflege um Erlangen e.V. . Ullrich Beyer, der Geschäftsführer des Vereins unterstreicht die Wichtigkeit, sich im Wald gerade jetzt der Brandgefahr bewusst zu sein. „Aktuell haben wir im Markwald die höchste Waldbrandalarmstufe. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann zu einem größeren Waldbrand führen.“, so Beyer.
„Wir erleben gerade eine weitere ausgeprägte Hitzewelle. Der Oberboden und das Beerkraut sind stark ausgetrocknet“, ergänzt der zuständige Revierleiter, Daniel Messingschlager. „Ich appelliere eindringlich an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, jetzt besonders umsichtig zu sein. Ich hoffe, dass die neuen Hinweistafeln
dazu beitragen, dass ich hier künftig keine neuen Zigarettenstummel mehr am
Waldparkplatz finde.“
„Und sollten Waldbesucher Rauch im Wald bemerken, melden Sie den Brand bitte sofort mit Notruf 112,“ bittet der Kreisbrandmeister von Forchheim, Björn Paulitsch. „Gerade am Anfang eines Waldbrandes lässt sich das Feuer noch effektiv bekämpfen“.

Text:  Stephan Keilholz