VIER VON DREIHUNDERTZWANZIGTAUSEND

21.09.2019
Die neue Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes Bayern gibt den Menschen im Ehrenamt ein Gesicht

Am heutigen Samstag um 12:15 Uhr eröffnet Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbands (LFV) die Feuerwehraktionswoche auf dem Stadtplatz in Dingolfing (Niederbayern). Wir sind Ehrenamt, wir sind Freiwillige Feuerwehr ist das Motto der Aktionswoche, das den 315.000 Freiwilligen eine größere Wertschätzung entgegenbringen soll.

Im Gegensatz zu den sieben Berufsfeuerwehren in Bayern, arbeiten die ca. 7600 freiwilligen Feuerwehren kostenlos und ehrenamtlich, in einem aufwändigen Hobby. Wohlgemerkt als Pflichtaufgabe einer Kommune oder des Staats. Regelmäßige Übungen und auch spezielle Lehrgänge in der Feuerwehrschule gehören dazu, damit die Feuerwehr fit ist und die wichtige Grundversorgung für die Allgemeinheit sicherstellen kann, nämlich: Bergen-retten-schützen-löschen. Nicht zu vergessen, die starken physischen Belastungen zum Beispiel für Atemschutzgeräteträger oder die psychische Belastung, wenn es darum geht schwer Verletzte zu retten und Tote zu bergen.

Würde es die Freiwilligen in der Feuerwehr nicht geben, müssten die Landkreise mit einer Berufsfeuerwehr versorgt werden. In einem Schichtbetrieb, der rund um die Uhr besetzt ist würde das den Bayerischen Staat jedes Jahr umgerechnet 4 - 5 Milliarden Euro kosten, da in diesem Fall jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau ein Gehalt bekommt. Wie diese Berechnung zustande kommt, sehen sie im Infokasten: Einmaleins der Wertschöpfung. 4-5 Milliarden Leistung von 315.000 Freiwilligen – eine immense Wertschöpfung, die allerhöchste Wertschätzung für den Dienst am Gemeinwohl verdient

Was haben WILLI aus Wörth an der Isar, ULI aus Bayerisch Gmain, INGE aus Leerstetten und ALI aus Lindau gemeinsam? Alle vier sind ehrenamtliche, aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, und alle vier sind die „Hauptdarsteller“ der neuen Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Aber mehr noch: Jeder der vier Namen ist auch wesentlicher Bestandteil eines gängigen Feuerwehrbegriffs. WILLI engagiert sich FREIWILLIG, ULI fährt mit BLAULICHT, INGE rettet EINGEKLEMMTE, und ALI steht für IDEALISMUS. Wie im realen Leben wird in der Kampagne beides verknüpft.

In der Einsatzkleidung stecken Menschen wie du und ich. Nachbarn, Kollegen, Freunde und Bekannte. Auch du kannst dabei sein, einer von über 326.000.

Menschen, die bereit sind, ihre Freizeit dafür zu opfern, um anderen im Notfall schnelle und kompetente Hilfe leisten zu können.

Willi, Uli, Inge und Ali erzählen ihre persönlichen Geschichten: welche Gründe sie hatten, zur Feuerwehr zu gehen, wie sie Familie, Beruf und Hobbys in Einklang mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bringen, wie sie mit den oftmals schwierigen Aufgaben und Herausforderungen umgehen – und welche große persönliche und gesellschaftliche Bestätigung sie in ihrem wichtigen Ehrenamt erfahren.

Besuchen Sie die Kampagnen-Website des Landesfeuerwehrverband Bayern. Hier kommt jeder der vier „Hauptakteure“ www.ich-bin-freiwillige-feuerwehr.de persönlich zu Wort. Fotos und kurze Filmclips geben einen Einblick in den Alltag von Willi, Uli, Inge und Ali; man lernt ihre Familien, Freunde und Arbeitgeber kennen, sieht sie bei ihrer Feuerwehr und erfährt, warum sie ihre Entscheidung für das Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr noch nie bereut haben.

IHRE FREIWILLIGE FEUERWEHR BAYERN IN ZAHLEN (siehe Bilder)