30 Jahre ABC-Dienst im Landkreis Erlangen-Höchstadt

12.09.2026
Feuerwehr
Übung mit 80 Helfern von Feuerwehr und Bundeswehr in Eckental

Seit 1996 verfügt der Landkreis Erlangen-Höchstadt über eine eigene „Regieeinheit“ für den
ABC-Dienst. Der Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren bei
Einsatzlagen spielt innerhalb des Zivil- und Katastrophenschutzes eine wichtige Rolle.
Katastrophen machen bekanntlich an den Landkreisgrenzen nicht halt, deshalb fokussierte
man in den drei Jahrzehnten eine enge Kooperation mit ABC-Einheiten der Feuerwehren
aus Erlangen, aus der Stadt und aus dem Landkreis Fürth, dem ASB Erlangen-Höchstadt
und mit Reservisten der Bundeswehr. Diese enge, organisationsübergreifende Kooperation
im ABC-Schutz, auch mit der Bundeswehr, war zum damaligen Zeitpunkt bayernweit - und
vielleicht sogar darüber hinaus - einmalig.


Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des landkreiseigenen ABC-Zuges, der durch die
Aktiven aus mehreren Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Erlangen-Höchstadt, den
drei Dekontaminationsgruppen von Eckental Forth/Frohnhof, Hammerbach und Förtschwind-
Greuth/Zentbechhofen personell und materiell verstärkt wurde, fand am 11.09. und
12.09.2026 eine großangelegte Übung auf dem Sportplatz in der Marktgemeinde Eckental-
Forth statt. Die fachliche Leitung für die Gefahrgutübungen hatte Zugführer und
organisatorischer Leiter der Dekongruppen, Karsten Sänger, inne. Als Beobachter konnten
u. a. Landrat Alexander Tritthart, Bürgermeister Sebastian Singer, MdL Walter Nussel und
Vertreter von THW, BRK, der Kreisbrandinspektion und des Sachgebietes Öffentliche
Sicherheit des Landratsamts begrüßt werden.


Der Schwerpunkt der Übung lag an den Ausbildungsstationen bei der Führung der
Einsatzkräfte, beim Erkennen und der Beseitigung von Gefahrstoffen, der Rettung von
Personen aus den Gefahrenbereichen, der Dekontamination sowie der Warnung der
Bevölkerung.


Die Verpflegung für die zweitägige Veranstaltung übernahm der BRK Kreisverband
Erlangen-Höchstadt. Die Ideelle und finanzielle Unterstützung dieser Übung trug die
Interessensgemeinschaft für Katastrophen-, Selbstschutz und Notfallvorsorgeplanung e. V.
(kurz IKSN), die auf ein 20-jähriges Gründungsjubiläum blicken kann und deren
Gründungsmitglied u. a. Herr Staatsminister Joachim Herrmann ist, so Norbert Rauch,
Kreisbrandinspektor sowie Initiator und Vorsitzender der IKSN.

 

Fotos/Text: Thomas Birkner